
Sieben Verfahren, eine Entscheidung. Siebdruck, DTG, DTF, Flex/Flock, Sublimation, Thermotransfer und Stickerei decken zusammen fast jeden Anwendungsfall ab, unterscheiden sich aber erheblich in Kosten, Materialverträglichkeit und Haltbarkeit. Wie das Textildruck-Lexikon von Ghost zeigt, hat jede Technik eigene Material- und Verarbeitungsanforderungen. Die Kurzregel:
OEKO-TEX-zertifizierte Materialien und wasserbasierte Farben sind heute bei seriösen Anbietern Standard. Amajice produziert alle vier Hauptverfahren (Siebdruck, Stickerei, DTF, DTG) im eigenen Betrieb.
Das richtige Druckverfahren hängt von Menge, Material und Motivkomplexität ab: Siebdruck eignet sich ab einer höheren Stückzahl, DTG für Fotodrucke auf Baumwolle, Sublimation für Polyester und DTF für viele andere Fälle.
| Thema | Details |
|---|---|
| Mengenregel | Siebdruck lohnt ab ca. 100 Stück; DTF und DTG sind schon ab einem Stück sinnvoll. |
| Materialabhängigkeit | Sublimation nur auf Polyester; DTG bevorzugt 100 % Baumwolle; DTF funktioniert auf Mischgeweben. |
| Dateivorgaben | Vektordateien (PDF, EPS, AI) für Siebdruck und Flex; PNG/TIFF mit mind. 300 dpi für DTG und DTF. |
| Haltbarkeit und Pflege | Siebdruck und Stickerei sind am langlebigsten; alle Verfahren profitieren von Kalt- und Linkswäsche. |
| Amajice als Produktionsoption | Eigene Produktion mit Siebdruck, Stickerei, DTF und DTG; Muster und Waschtests auf Anfrage möglich. |
Jedes Verfahren hat ein anderes Funktionsprinzip, einen anderen Look und andere Stärken. Hier die wichtigsten im Überblick:
Siebdruck drückt Farbe durch ein gespanntes Sieb direkt auf den Stoff. Für jede Farbe braucht es ein eigenes Sieb, weshalb die Rüstkosten bei kleinen Mengen ins Gewicht fallen. Ab einer bestimmten Menge amortisieren sich diese Kosten, und das Ergebnis ist sehr waschbeständig mit kräftigen Volltonfarben. Ideal für Vereinsshirts, Firmen-T-Shirts und Werbemittel mit klarem Logo.
DTG (Direct To Garment) arbeitet wie ein Tintenstrahldrucker, der direkt auf das Textil druckt. Fotoqualität, Farbverläufe, feine Details: DTG kann das alles, braucht aber eine Vorbehandlung des Stoffs. Auf dunklen Textilien wird zunächst eine weiße Basis aufgetragen.
DTF (Direct To Film) druckt das Motiv auf eine Folie, die dann per Hitze auf das Textil übertragen wird. Kein Mindestmengen-Problem, keine Materialeinschränkung. Baumwolle, Polyester, Mischgewebe: DTF funktioniert auf fast allem. Gut für kleine Serien, Sonderfarben und komplexe Motive.

Flex, Flock und Vinyl sind geschnittene Folien, die per Wärmepresse aufgebracht werden. Flex ergibt eine glatte, leicht glänzende Oberfläche; Flock wirkt samtig. Beide sind sehr langlebig und eignen sich besonders für Schriftzüge, Nummern und einfarbige Logos. Für Flock und Vinyl sind vektorbasierte Dateien mit geschlossenen Pfaden Pflicht.
Sublimation löst Farbstoff per Hitze in die Polyesterfaser auf. Das Ergebnis ist dauerhaft, verblasst nicht und fühlt sich an wie der Stoff selbst. Der Haken: Sublimation funktioniert ausschließlich auf hellem oder weißem Polyester. Auf Baumwolle oder dunklen Stoffen schlägt das Verfahren fehl.
Thermotransfer überträgt ein vorgedrucktes Motiv per Bügeleisen oder Wärmepresse. Schnell, günstig für Einzelstücke, aber weniger waschbeständig als Siebdruck oder Sublimation. Gut für Promos, Messen und kurzlebige Aktionen.
Stickerei ist kein Druck, sondern echte Garnarbeit. Logos auf Polos, Kappen oder Jacken wirken damit hochwertig und halten praktisch unbegrenzt. Feine Details und Farbverläufe sind schwierig; klare Formen und Schriften funktionieren hervorragend.
Profi-Tipp: Wer unsicher ist, welches Verfahren zum Motiv passt, sollte ein Muster in Auftrag geben, bevor die Großserie startet. Ein Waschtest zeigt schon nach zwei bis drei Wäschen, ob Farbe und Haftung stimmen.
Fünf Fragen helfen bei der Entscheidung:
Profi-Tipp: Wenn Sie ein neues Farbkonzept oder ein großflächiges Fotomotiv planen, bestellen Sie immer einen physischen Proof. Bildschirmfarben und Druckfarben weichen voneinander ab, und ein Proof kostet deutlich weniger als eine falsch produzierte Serie.
Schlechte Dateien verursachen Verzögerungen. Die wichtigsten Vorgaben:
| Format | Auflösung | Farbmodus | Einsatz |
|---|---|---|---|
| PDF, EPS, AI | Vektordaten (skalierbar) | CMYK / Pantone | Siebdruck, Flex, Flock, Vinyl |
| PNG (Transparenz) | mind. 300 dpi | CMYK oder RGB | DTG, DTF, Thermotransfer |
| TIFF | mind. 300 dpi | CMYK | DTG, Sublimation |
| JPG | mind. 300 dpi | CMYK | Nur als Referenz, nicht für Produktion |
Einen physischen Musterdruck empfehlen wir besonders bei neuen Farbkombinationen und großflächigen Fotodrucken. Digitale Proofs ersetzen das nicht vollständig.
Die Kosten hängen von vier Faktoren ab: Rüstaufwand, Druckzeit, Materialpreis und Nachbearbeitung. Beim Siebdruck schlagen die Siebkosten pro Farbe zu Buche; bei DTG ist die Vorbehandlung aufwendiger. Stickerei wird nach Stichzahl abgerechnet.
| Auflage | Verfahren | Orientierungswert Stückpreis | Typische Mindestmenge |
|---|---|---|---|
| Klein (1–20 Stück) | DTF, Thermotransfer | höher pro Stück | 1 Stück möglich |
| Mittel (20–100 Stück) | DTG, DTF | mittel | ab 1 Stück |
| Groß (ab 100 Stück) | Siebdruck, Sublimation | günstiger pro Stück | ca. 50–100 Stück |

Hinweis: Alle Werte sind Orientierungswerte. Individuelle Angebote weichen je nach Motiv, Farben und Material ab.
Lieferzeiten bewegen sich typischerweise zwischen 3 und 10 Arbeitstagen, je nach Verfahren, Menge und Auslastung. Saisonale Spitzen (Weihnachten, Sommerfeste) verlängern die Produktionszeit. Wer einen festen Termin hat, sollte Puffer einplanen und frühzeitig anfragen.
Amajice bietet transparente Preisaufschlüsselungen auf Anfrage.
Die Haltbarkeit eines Drucks hängt zu einem guten Teil von der Pflege ab.
Profi-Tipp: Waschmittel ohne optische Aufheller schonen Druckfarben deutlich länger. Und: Immer das Pflegeetikett des Textils beachten, nicht nur die Druckvorgaben.
OEKO-TEX Standard 100 ist der bekannteste Nachweis, dass ein Textil auf Schadstoffe geprüft wurde. GOTS (Global Organic Textile Standard) geht weiter und zertifiziert die gesamte Lieferkette für Bio-Baumwolle. Beide Zertifikate sind in Deutschland gut etabliert und für Firmen mit Nachhaltigkeitsanspruch relevant.
Proofs und Waschtests sind nicht nur Qualitätskontrolle, sie verhindern auch Ausschuss. Eine fehlerhafte Großserie ist ökologisch wie wirtschaftlich das schlechteste Ergebnis.
Qualitätssignal: Wer beim Anbieter nach OEKO-TEX-Zertifikaten und wasserbasierten Farben fragt, erkennt schnell, ob Qualitätsbewusstsein oder nur Marketingversprechen dahintersteckt.
Amajice produziert Siebdruck, Stickerei, DTF und DTG im eigenen Betrieb. Das bedeutet: keine Zwischenhändler, direkte Qualitätskontrolle und kürzere Kommunikationswege.
Bestellablauf:
Mindestmengen variieren je nach Verfahren. DTF und DTG sind schon ab einem Stück möglich; Siebdruck lohnt sich ab etwa 50 Stück. Für Vereine und Unternehmen mit regelmäßigem Bedarf gibt es personalisierte Geschäftspakete, die Verwaltungsaufwand reduzieren.
Profi-Tipp: Eine kleine Testserie von 5–10 Stück vor der Großproduktion kostet wenig, spart aber viel Ärger. Gerade bei Vereinsaufträgen mit mehreren Größen lohnt sich ein Muster pro Farbvariante.
Wer zum ersten Mal eine größere Textilserie bestellt, unterschätzt oft den Unterschied zwischen Bildschirmfarbe und Druckfarbe. Pantone-Werte helfen, aber ein physischer Proof ist durch nichts zu ersetzen. Bei Vereinsaufträgen empfehlen wir grundsätzlich ein Farbmuster vor der Großproduktion, besonders wenn das Vereinslogo in einer bestimmten Hausfarbe erscheinen muss. Auch die Wahl des Textils selbst beeinflusst das Ergebnis stärker, als die meisten Auftraggeber erwarten: Ein und dasselbe Motiv wirkt auf einem schweren Baumwoll-Hoodie anders als auf einem leichten Polyester-Funktionsshirt.
Amajice bietet Ihnen eigene Produktion statt Weiterleitung an Subunternehmer. Das heißt: kürzere Lieferzeiten, direkte Ansprechpartner und Qualitätskontrolle, die Sie nachvollziehen können.

Drei konkrete nächste Schritte:
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